In der schnelllebigen Welt der Medizintechnik reicht es nicht aus, nur einen Schritt voraus zu sein – es ist eine Notwendigkeit. Da traditionelle Innovationsmodelle zunehmend Schwierigkeiten haben, mit dem Tempo des technologischen Fortschritts Schritt zu halten, gewinnt ein neuer Ansatz an Bedeutung: Venture Clienting. Dieses Modell verzichtet auf die Komplexität von Eigenkapitalinvestitionen und Übernahmen und positioniert grosse Unternehmen stattdessen als Kunden innovativer Startups. Es verspricht, die Landschaft der Unternehmensinnovation insbesondere im MedTech-Sektor neu zu gestalten.
Dabei ist hervorzuheben, dass Unternehmen erwarten, dass in den kommenden Jahren mehr als 40% der neuen Innovationen aus Startups hervorgehen werden, während die interne Forschung und Entwicklung weniger als 30% beitragen dürfte (Thompson, N.; Bonnet, D. & Jaballah, S. 2020).
Venture Clienting: Die Grundlagen
Im Kern geht es beim Venture Clienting um Partnerschaften, bei denen praktische Ergebnisse Vorrang vor finanziellen Investitionen haben. Unternehmen treten mit Startups nicht als Investoren, sondern als Kunden in Kontakt und bieten ihnen eine Plattform aus der Praxis, auf der innovative Lösungen schnell getestet und skaliert werden können. Dieses Modell ermöglicht es etablierten Unternehmen, modernste Technologien und Methoden zu integrieren, ohne die langsameren Prozesse traditioneller Unternehmensinnovation durchlaufen zu müssen.
Trotz seiner scheinbaren Einfachheit bringt Venture Clienting besondere Herausforderungen mit sich. Unternehmen verfügen häufig nicht über das notwendige Know-how, um effektiv mit Startups zusammenzuarbeiten. Der Erfolg dieses Modells setzt klar definierte Innovationsziele, Spezifikationen, eindeutige Prozesse und Verantwortlichkeiten sowie Zugang zur Startup-Welt voraus – Bereiche, auf die viele Unternehmen nicht ausreichend vorbereitet sind.
Warum es funktioniert
Venture Clienting lebt von Flexibilität und Fokussierung. Ohne die Belastung durch Fragen der Eigenkapitalbeteiligung können Unternehmen ihre Strategie freier anpassen und die neuesten Innovationen leichter integrieren. Für Startups bietet das Modell einen wirksamen Weg zur Skalierung, der durch die Glaubwürdigkeit und die Ressourcen ihrer Unternehmenskunden unterstützt wird.
Es entsteht eine Win-win-Situation: Startups gewinnen einen wichtigen Referenzkunden und wertvolle Einblicke in den Markt, während Unternehmen mit reduziertem Risiko an der Innovationsspitze bleiben.
Venture Clienting beruht auf mehreren zentralen Prinzipien:
Partnerschaft statt Investition: Unternehmen verzichten auf Beteiligungen und arbeiten stattdessen als Kunden mit Startups zusammen. Dadurch können innovative Produkte nahtlos innerhalb bestehender Unternehmensstrukturen getestet und angepasst werden.
Kosteneffizienz: Die Projekte verfügen typischerweise über ein Budget von 25.000 bis 100.000 US-Dollar. Damit stellen sie eine finanziell attraktive Alternative zu kostspieligen und oft langwierigen internen F&E-Projekten dar.
Schnelle Ergebnisse: Die Agilität des Modells ermöglicht eine rasche Integration von Innovationen und beschleunigt den Weg von der Idee bis zum Einsatz erheblich.
Erfolg und Skalierbarkeit: Venture Clienting weist eine hohe Erfolgsquote auf, da sich das Modell auf präzise definierte und ergebnisorientierte Projekte konzentriert. Die Skalierbarkeit ist systemimmanent: Eine einzelne Projektleitung kann zahlreiche Initiativen vorantreiben – im Gegensatz zu traditionellen F&E-Aktivitäten oder Venture-Building-Programmen, die einen hohen Personalaufwand erfordern.
Anwendungsbereiche: MedTech-Innovation fördern
Die MedTech-Branche ist mit ihrer Verbindung von medizinischen Bedürfnissen und technologischen Möglichkeiten besonders gut für das Venture-Clienting-Modell geeignet. Zu den möglichen Anwendungsbereichen gehören:
Digitale Gesundheitslösungen: Gesundheitskonzerne arbeiten mit Startups zusammen, um digitale Gesundheitsplattformen und Wearable-Technologien einzusetzen und dadurch die Patientenversorgung sowie die betriebliche Effizienz zu verbessern.
Medizinprodukte: MedTech-Unternehmen kooperieren mit Startups, um innovative Geräte schneller auf den Markt zu bringen und ihr Produktangebot durch moderne Technologien zu erweitern.
Pharmazeutische Innovationen: Pharmaunternehmen nutzen Startup-Technologien, um die Wirkstoffforschung und klinische Studien zu optimieren – von KI-gestütztem Wirkstoffdesign bis hin zu fortgeschrittenen Analysemethoden.
Healthcare-IT: Unternehmen integrieren fortschrittliche Lösungen von Startups in ihre Plattformen, beispielsweise für Datenanalyse, Cybersicherheit oder den Einsatz von Blockchain zur Verwaltung von Patientendaten.
Der MEDKAP-Ansatz
MEDKAP ist führend bei der Umsetzung von Venture Clienting im MedTech-Bereich. Das Team aus erfahrenen Führungskräften mit früheren Leitungsfunktionen bei B|Braun, Carl Zeiss, Boehringer Ingelheim, Sigvaris und Bosch verfügt über umfassende Erfahrung in der Umsetzung von Innovationen.
MEDKAP bietet ein umfassendes Leistungsspektrum, darunter:
Strategische Planung: Entwicklung detaillierter Innovationsstrategien, die auf die Unternehmensziele abgestimmt sind.
Prozessoptimierung: Verschlankung interner Prozesse für eine schnelle und effiziente Zusammenarbeit mit Startups.
Abstimmung der Anspruchsgruppen: Sicherstellung, dass Management und Teams die Innovationsvision vollständig unterstützen und gemeinsam verfolgen.
Vertrauliches Matchmaking: Diskrete Verbindung von Unternehmen mit wegweisenden Startups – abseits des öffentlichen Wettbewerbs.
Fazit
Venture Clienting ist mehr als nur eine Option. Es ist eine entscheidende Voraussetzung für nachhaltige und wettbewerbsfähige Innovation im MedTech-Bereich. Da sich zunehmend abzeichnet, dass Startups den Grossteil der Unternehmensinnovationen vorantreiben werden, müssen Unternehmen ihre Strategien anpassen – andernfalls riskieren sie, den Anschluss zu verlieren.
MEDKAP ist nicht nur ein Dienstleister, sondern ein strategischer Partner, der Unternehmen dabei unterstützt, in dieser neuen Ära eine führende Position einzunehmen.
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